„Ich freue mich schon sehr auf diese interdisziplinäre, transnationale Gruppenausstellung. ,Kaihō: Japanese Women Artists after 1945ʻ hinterfragt westlich geprägte Narrative der Kunstgeschichte und rückt eine bunte Mischung an Künstlerinnen in den Fokus, die im Japan der Nachkriegszeit auftauchten und lange übersehen wurden. Besonders gespannt bin ich auf die experimentellen multimedialen Installationen von Mako Idemitsu. Geprägt von ihrer frühen Auseinandersetzung mit Gruppierungen, die sich im Zuge der Frauenbewegung der 1970er-Jahre mit Bewusstseinsbildung beschäftigten, verhandeln ihre Videoarbeiten Identität, familiäre Beziehungen, Geschlechterrollen und Häuslichkeit.“
„Seit mehr als fünf Jahrzehnten schafft Sunil Gupta ein zutiefst persönliches und bewegendes fotografisches Werk, das Privates und Politisches miteinander verbindet und sich mit der Sichtbarkeit queerer Identität, mit Fragen von ethnischer Zugehörigkeit und Migration sowie mit Familie auseinandersetzt. Die große Überblicksausstellung im Kettle’s Yard bietet einen umfassenden Einblick in das Schaffen des Künstlers und versammelt zentrale Werkgruppen, darunter seine ikonischen frühen Straßenfotografien der Serie Christopher Street, die Mitte der 1970er-Jahre im New Yorker Greenwich Village infolge der Stonewall-Unruhen entstand.“
„Ich schätze das anspruchsvolle und unverwechselbare Programm von Auto Italia schon lange und freue mich sehr auf die bevorstehende Ausstellung mit Del LaGrace Volcano, einer US-amerikanischen Position an der Schnittstelle von Kunst, Performance und Aktivismus. Die Schau markiert eine längst überfällige institutionelle Präsentation von Volcanos Werk in Großbritannien. Volcano bezeichnet sich selbst als ‚born making trouble‘ und hat ein außergewöhnliches Œuvre geschaffen, das von Liebe, Begehren und Gemeinschaft zeugt. Zweifellos kommt diese Ausstellung zur rechten Zeit.“
Foto: © Sophia Wee
Chris Bayley ist Ausstellungskurator an der Serpentine in London. Derzeit realisiert er eine große Ausstellung mit dem in Neu-Delhi lebenden Künstler und Filmemacher Amar Kanwar, die im September 2026 eröffnet. Er hat mit internationalen Künstler:innen wie Judy Chicago, Lauren Halsey, Tomás Saraceno, Barbara Chase-Riboud und Shilpa Gupta an Ausstellungen gearbeitet und Beiträge für Bücher und Fachzeitschriften verfasst, zuletzt für Vitamin V: Video and the Moving Image in Contemporary Art (Phaidon, 2025).

Foto: © Sophia Wee
